wildfremd

Die Arbeit »wildfremd« setzt sich fotografisch mit der Thematik der Selbstinszenierung und der ambivalenten Beziehung von Mensch und Natur auseinander. In einer von Technik und Schnelllebigkeit geprägten Gesellschaft begibt sich Teresa Pistorius dafür auf der Suche nach Entschleunigung, Geborgenheit und Harmonie in die Natur. Innerhalb des Waldes entfremdet sie sich von ihrer eigentlichen Identität und lässt ihren Körper zur Projektionsfläche werden, auf der die Illusion eines wilden, animalisch anmutenden menschlichen Wesens entsteht, das in der Natur beheimatet ist und dessen innere Gefühlswelt durch die umgebende, unberührte Flora und Fauna gespiegelt wird. Es ist der Versuch, das ursprüngliche menschliche Dasein nachzuempfinden, ein Gegenbild zu Zivilisation und Kultur zu erschaffen und die Natur als einen Ort des Lebens, Sterbens und Neuentstehens zu zeigen, mit dem der Mensch in Einklang existiert – wild, fremd und darin authentisch.